Willkommen bei Anwältinnen ohne Grenzen e.V. Freiburg - Deutschland ! 

Wir, Juristinnen unterschiedlicher Herkunftsländer, haben uns am 6. November 2007 entschlossen, durch die Gründung dieses Vereines den Grundstein für eine vertiefte Gemeinschaft unter Juristinnen verschiedener Nationalitäten zu legen.

 

Trotz aller Fortschritte und Erfolge bei der Bekämpfung von Diskriminierung und Ungleichbehandlung der Frauen bestehen auch in ganz Europa nach wie vor unübersehbare Unterschiede zwischen der rechtlichen und der faktischen Gleichstellung der Geschlechter. Dies gilt übrigens auch für hoch entwickelte Ländern in denen oft die Auffassung vertreten wird, Frauen würden zwar in anderen Ländern diskriminiert, jedoch nicht in ihrem eigenen. Und übrigens:

 

"Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern ist kein Privileg sondern ein Grundrecht".

 

Aus diesem Grund haben wir uns zur Aufgabe gemacht: Uns mit Kolleginnen weltweit zu vernetzen und austauschen, Missstände benennen und sichtbar machen, Betroffene schützen und juristisch unterstützen.

2020 - Aktuelle Veranstaltungen & Aktionen

16 Tage "NEIN ZU GEWALT AN FRAUEN"

Freiburg, 25.11. bis 10.12.2020

 

Immer zwischen dem 25. November - Internationaler Tag "Nein zu Gewalt an Frauen"- und dem 10. Dezember - Internationaler Tag der Menschenrechte - engagieren sich tausende Menschen weltweit für die Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen".


Das Freiburger Aktionsbündnis "16 Tage - Stopp Gewalt gegen Frauen" ist ein seit vielen Jahren bestehender Zusammenschluss von Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, um die Freiburger Aktionstage "Nein zu Gewalt an Frauen" zu organisieren. Ziel der Aktionstage ist, das Thema "Gewalt gegen Frauen" verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen und über die verschiedenen Auswirkungen und Formen der weltweit gegen Frauen und Mädchen ausgeübten Gewalt zu informieren. 

 

                      ________________________________

 

Anwältinnen ohne Grenzen beteiligen sich und unterstützen diese  Aktion durch Darstellung von Geschichten über Frauenrechtsverletzungen über alle Grenzen hinweg. Tagtäglich werden Frauen verletzt und unterdrückt, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit durch Gewalt, aber auch ihre Persönlichkeitsrechte und ihre Rechte auf freie Selbstbestimmung werden missachtet. Dies geschieht nicht nur in Länder ohne rechtsstaatliche Grundordnung, sondern auch in der Mitte Europas.

 

ITALIEN

 

Unser Mitglied, Patrizia Cutaia, Rechtsanwältin aus Freiburg, berichtet:

 

Aktuell sind in Italien massive Rechtsverletzung von Persönlichkeitsrechten zahlreicher Frauen bekannt geworden.  

 

Auf Friedhöfen in Italien sind Holzkreuz mit den Namen noch lebender Frauen gefunden worden. Es sind Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch hinter sich haben. Ohne Wissen und Einverständnis der Frauen wurde der Fötus auf diesen Friedhöfen begraben.

Bisher konnte noch nicht festgestellt werden, wer diese Aktion zu verantworten hat, die Krankenhäuser, in welcher die Frauen abgetrieben haben geben den Friedhofsunternehmen die Schuld und andersrum.

Der Verein „Differenza Donna“ aus Rom, der sich, wie Anwältinnen ohne Grenze e.V., für die Rechte von Frauen einsetzt, bereitet eine Sammelklage vor für die bisher über 120 Frauen, die sich gemeldet haben.

Mit dem Gesetz vom 22. Mai 1978, Nr.194 ist in Italien, wie in anderen europäischen Länder, Abtreibung mit einer Fristenregelung, nach der eine Frau ihre Schwangerschaft in den ersten 90 Tagen abbrechen lassen kann, legalisiert worden. Das Gesetz wurde 1981 durch Volksentscheid (Referendum) bestätigt.

 

Diese Fälle sind daher ein klarer Bruch des Datenschutzgesetzes und des Gesetzes Nr. 194/1978, welches Abtreibung legalisiert und das den absoluten Schutz der Namen und Daten der Frauen vorschreibt. Die Autorisierungen, die Frauen bei der Abtreibung unterschreiben müssen, liegen nicht vor. Kopien der unterschriebenen Dokumente wurden den Frauen nicht ausgehändigt.

 

Den Vornamen und Nachnamen einer Frau auf ein Kreuz auf dem Friedhof zu setzen, wo ihr Fötus ohne Genehmigung begraben wurde, soll als Zeichen der Schande die Frauen brandmarken.

Leider finden in vielen europäischen Länder derzeit Aktionen und Kundgebungen von religiösen Fanatiker und antidemokratischen Bewegungen auch gegen die selbstbestimmte Entscheidung von Frauen über eine Abtreibung statt.

 

Solchen Entwicklungen müssen wir gemeinsam entschieden entgegentreten. 

Freiburg, 8. März 2020

Aktionswoche zum Internationalen Frauentag

 

Wie seit 10 Jahren traditionell, präsentierten sich in der Aktionswoche zum Internationalen Frauentag - 8. März 2020 "Anwältinnen ohne Grenzen" in Freiburg zusammen mit zahlreichen Frauenverbände und laden alle Interesierten ganz herzlich zum Vortragsabend ein:

 

Freiburg, 09. März 2020

 

Steuerrechtliche Gemeinnützigkeit und Gleichberechtigung - Beschränkungen der Mitgliedschaft in Vereinen auf ein Geschlecht 

 

 

Einladung

 

Die Frage der „Gemeinnützigkeit“ von steuerbegünstigten zivilgesellschaftlichen Aktivitäten  ist neuerdings - aufgrund behördlicher und politischer Interventionen - auf breiter Front in die Diskussion geraten.

 

Die Entwicklung des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts ist für die finanzielle Basis des breiten zivilgesellschaftlichen Engagements von existentieller Bedeutung. Bestrebungen, den zivilgesellschaftlichen Diskurs durch fiskalische und andere sachfremde Interventionen zu beschränken, müssen erkannt und deutlich zurückgewiesen werden.

 

Referentin: RAin Senta Möller, Fachanwältin für Steuerrecht 

Moderation: RAin Patrizia Cutaia, Vereinsmitglied 
Wann: Montag, 09. März 2020 um 19.00 Uhr 
Wo: Oberlandesgericht Freiburg (OLG), Salzstr. 28, II OG, Saal 1

 

Veranstalterinnen: Anwältinnen ohne Grenzen e.V. in Kooperation mit Kommission für Menschenrechte des Vereins der Richter und Staatsanwälte und des Anwaltvereins Freiburg e.V.

Aktionswoche zum Internationalen Frauentag 8. März 2019

 

Freiburg, 14. März 2019

 

LEIHMUTTERSCHAFT ALS GRENZÜBERSCHREITENDES PHÄNOMEN 

Eine Herausforderung für die Rechte von Kindern und Eltern im internationalen Kontext

 

Einladung

 

Während die Leihmutterschaft in Deutschland aus ethischen Gründen verboten ist, ist sie in zahlreichen anderen Ländern, u.a. der Ukraine, Russland und einigen US-Staaten, erlaubt. In einer vernetzten Welt, in der Reisen so leicht ist wie noch nie, können nationale Verbote allerdings leicht umgangen werden, indem Menschen ihren Kinderwunsch im Ausland verwirklichen.

 

Referentin: Dina Reis, Juristin, AOG Vorstandsmitglied 

Moderation: Anna Pingen, AOG Vorsitzende
Wann: Donnerstag, 14. März 2019 um 19.00 Uhr 
Wo: Oberlandesgericht Freiburg (OLG), Salzstr. 28, II OG, Saal 1

 

Der Vortrag beleuchtet die Leihmutterschaftspraxis in den Zielländern sowie die Gefahrenlagen, denen alle Beteiligten dabei ausgesetzt sind, und geht gemeinsam mit dem Publikum der Frage nach, wie diese Verwundbarkeit jenseits pauschaler Urteile geachtet werden kann und menschenrechtliche Schutzstandards gewährleistet werden können.

 

Veranstalterinnen: Anwältinnen ohne Grenzen e.V. in Kooperation mit Deutschem Juristinnenbund e.V.(djb) und Kommission für Menschenrechte des Vereins der Richter und Staatsanwälte und des Anwaltvereins Freiburg e.V.